Auslandsstipendium 2019/2020 in Finnland

Welcome Back - Marie

Zurück in die Heimat!

Ein Wiedersehen durfte natürlich auch nicht fehlen. Vor ein paar Tagen haben wir uns nochmal mit Marie getroffen und uns über ihre Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht.

Als Fazit zum Auslandsstipendium, haben wir ein kleines Video gedreht.

 

Marie mit ihrem Kundenberater Markus Werner
Marie-Thérése Babin - letzter Bericht

Hallo!

Ich melde mich auch ein letztes Mal bei euch, um euch abschließend noch ein paar Tipps zu geben, und nochmal zusammenzufassen, was ihr in Finnland und Umgebung auf keinen Fall verpassen solltet.

Das Studentenleben in Finnland war super. Es gab unzählige Veranstaltungen für Studenten und Austauschstudenten, durch die vielen Onlinevorlesungen an der Uni hat man die Möglichkeit, Reisen flexibel zu planen, da man kaum an bestimmte Vorlesungszeiten gebunden ist, und zudem gibt es fast überall Studentenrabatte. Es lohnt sich also, vor allem in Restaurants und Bars nach speziellen Angeboten für Studenten zu fragen. Wir konnten dadurch oft die Hälfte des Preises sparen!

Begonnen hat mein Semester in August mit ein paar letzten warmen Tagen, die ich größtenteils am See verbracht habe. Bevor die Uni richtig los ging, war ich dann noch für ein paar Tage in Tallinn und Riga. Um darüber mehr zu erfahren, lest euch gerne meine älteren Blogeinträge durch. Im Oktober bin ich dann mit einer Gruppe von Austauschstudenten nach Sankt Petersburg gereist. Auch wenn wir zunächst einen kleinen Kulturschock hatten, weil Russland schon sehr anders war als das, was wir gewohnt waren, und auch die Sprache ein großes Hindernis war, war es trotzdem eine unglaublich schöne und beeindruckende Stadt, und ich würde euch auf jeden Fall empfehlen, diese zu besuchen, wenn ihr die Möglichkeit habt. Im November ging es für mich dann noch nach Kaunas und Vilnius in Litauen. Die letzte und gleichzeitig größte Reise war dann Ende Dezember unsere Lappland Reise. Neben Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands, waren wir in Levi, Kilpisjärvi und Tromsø in Norwegen. Wenn ihr nach Finnland kommt, solltet ihr definitiv versuchen ein paar Tage in Lappland mit in eure Reise einzuplanen. Ganz oben im Norden lernt man Finnland nochmal von einer ganz anderen, aber wunderschönen Seite kennen.

 

Es gab so viele unfassbar schöne und einzigartige Momente in Finnland, dass es schwer ist zu sagen, was denn DAS schönste Ereignis war. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich aber sagen, dass die Polarlichter in Lappland mein Favorit waren. Selbst die Einheimischen haben uns am nächsten Tag erzählt, dass sie die Polarlichter selten so stark und in einer Farbenvielfaltgesehen über den Himmel tanzen sehen. Das wir so ein Glück hatten, gerade an so einem Tag da zu sein, hat das Ganze noch etwas besonderer gemacht.

 

Wenn ihr als Erasmus Student nach Finnland kommt, würde ich euch außerdem empfehlen, euch eine Art ‘Pre-Paid‘ Kreditkarte zu machen, auf die ihr dann monatlich Geld einzahlen könnt. Da die Erasmus Förderung nicht monatlich gezahlt wird, sondern zum größten Teil mit einer Überweisung am Anfang des Semesters, fand ich es anfangs schwer, nicht den Überblick zu verlieren, und versehentlich mehr als das monatliche Erasmus Budget auszugeben. Dadurch, dass ich dann monatlich den vorgesehenen Betrag auf die Kreditkarte überwiesen habe, habe ich auch nur dies ausgegeben und hatte auch am Ende des Semesters noch Geld über.

 

Abschließend kann ich jedem nur empfehlen nach Finnland zu kommen. Egal ob zum Studieren, oder zum Urlaub machen, Finnland ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Marie-Thérése Babin - 4. Bericht

Hallo und zunächst ein verspätetes frohes neues Jahr!

Inzwischen bin ich schon wieder zurück in Deutschland und habe mich hier gut wieder eingelebt. Trotzdem vermisse ich schon jetzt einige Dinge aus Tampere.

Tampere wird oft als die Stadt mit der höchsten Lebensqualität in Finnland bezeichnet. Bevor ich nach Finnland gegangen bin, konnte ich mir wenig darunter vorstellen. Während meiner Zeit dort, habe ich aber immer mehr gemerkt, wieso die Menschen dort so glücklich sind. Zunächst fällt schnell auf, dass die Kriminalitätsrate in Finnland extrem niedrig ist. Ich habe mich in keiner Situation je unsicher gefühlt, selbst nachts konnte man mit gutem Gewissen einfach nach Hause laufen. In meiner gesamten Zeit in Finnland habe ich vielleicht fünf Mal ein Polizeiwagen gesehen.

Ein weiterer Punkt, der das Leben in Tampere ausmacht, ist die Natur. Tampere liegt genau zwischen zwei großen Seen, und deshalb hat man es, obwohl man sich in einer Großstadt befindet, nie weit bis man in der Natur ist. Man findet überall Wälder, Wanderrouten und Parks und die Finnen nutzen das sehr aus. Egal bei welchem Wetter, sie nutzen jede freie Minute, um an der frischen Luft zu sein. Obwohl ich in Deutschland nie der größte Fan von Spaziergängen war, habe ich in Finnland angefangen es zu mögen. Nach ein paar Wochen hatten wir sogar das Ritual, uns jeden Tag abends zu treffen, und noch eine Runde am See oder im Wald spazieren zu gehen. Ich hätte es nie gedacht, aber man fühlt sich danach so gut und es macht wirklich glücklich!

Aber auch im Bereich Bankwesen und Digitalisierung gibt es einige Unterschiede zu Deutschland von denen ich euch berichten möchte. Der wohl größte Unterschied lässt sich damit beschreiben, dass ich in den ganzen vier Monaten, die ich in Tampere verbracht habe, nur zwei Mal mit Bargeld bezahlt habe. Die Finnen zahlen wirklich überall mit Karte, egal wie hoch oder eben niedrig der Betrag ist, selbst Cent Beträge werden mit Karte bezahlt. Im Gegensatz zu Deutschland ist das Online-Banking in Finnland auch von allen Generationen akzeptiert und jeder nutzt es. Mindestbeträge als Voraussetzung für die Kartenzahlung gibt es dort nicht, und selbst an Orten wie beispielsweise dem Wochenmarkt besteht immer die Möglichkeit mit Karte zu zahlen.

Auch die Digitalisierung ist in Finnland sehr weit fortgeschritten. Mir ist das vor allem in Bezug auf die Uni aufgefallen. Wie ich bereits in einem älteren Blogpost erzählt habe, sind die meisten meiner Kurse in Finnland online und digital gewesen. Auch die Klausuren wurden nicht wie in Deutschland in großen Räumen, unter Überwachung von Mitarbeitern geschrieben, sondern es gab in der Uni extra Klausurenräume, die mit einer Reihe von Computern ausgestattet waren. Diese Räume wurden videoüberwacht. Man hat sich also online einen Termin gebucht, sich durch den Studentenausweis Zugang zu den Räumen verschafft und dann selbstständig die Klausur am Computer ausgefüllt.

Des Weiteren hatten wir sogar einige Kurse, die universitätsübergreifend an mehreren Unis in Finnland angeboten wurden. Für die Gruppenarbeiten konnten wir uns deshalb natürlich nicht treffen, sondern mussten auf andere Kommunikationswege wie z.B. Skype zurückgreifen. Das war nochmal eine ganz andere Herausforderung als die, die ich aus Gruppenarbeiten in Deutschland kannte.

Ich hoffe, ihr hattet trotz des fehlenden Schnees hier in Deutschland ein schönes Weihnachtsfest und seid gut in das neue Jahr gestartet!

 

Bis bald, eure Marie-Thérèse

Marie-Thérése Babin - 3. Bericht

Hallo!
Inzwischen ist hier in Finnland der Winter voll und ganz angekommen. Ich habe in den letzten Wochen so viel Schnee gesehen, wie bisher in meinem ganzen Leben noch nicht und habe mich inzwischen gut an die kälteren Temperaturen gewöhnt. Ein anderer Aspekt des finnischen Winters, an den ich mich zunächst gewöhnen musste, war das geringe Tageslicht. Hier im Tampere haben wir noch ‚Glück‘, weil wir täglich 4-5 Stunden Tageslicht abbekommen. In manchen Orten im Norden Finnlands, geht die Sonne jedoch für einige Wochen gar nicht mehr auf. In den letzten Wochen haben wir den Sonnenuntergang also um halb drei nachmittags beobachten können. Um Müdigkeit durch fehlendes Sonnenlicht zu vermeiden, wurde uns Austauschstudenten zum einen geraten, während der paar Stunden Tageslicht zu versuchen, soviel wie möglich draußen zu sein, und zum anderen auf Vitamin D Tabletten zurückzugreifen.

Auch die Weihnachtsstimmung ist hier inzwischen eingetroffen. Finnland, als vermeintliches Heimatland des Weihnachtsmanns, legt viel Wert auf Weihnachten und die damit verbundenen Bräuche. Die Städte sind alle schön weihnachtlich beleuchtet, und überall gibt es kleine Weihnachtsmärkte. Diese sind oft sogar deutsch inspiriert und die einzelnen Stände nach deutschen Städten benannt.

Wie auch wir, feiern die Finnen am 24. Dezember ihr Weihnachten. Sie haben jedoch einen Brauch, den wir in Deutschland nicht haben, den ich aber sehr schön finde. Jedes Jahr wird hier am um 12 Uhr am Heiligabend der ‚Weihnachtsfrieden‘ in der Stadt Turku ausgerufen. Bei dieser über 500 Jahre alten Tradition, animiert der Bürgermeister die Menschen zu Frieden und Besinnlichkeit, bevor das große Fest mit der Familie startet.

 

Im Dezember war ich zudem Monat für eine Woche in Lappland. Für mich war das wirklich ein ganz besonderes Highlight meines Auslandssemesters. Unser erster Stopp war in der größten Stadt Lapplands, Rovaniemi. Hier muss man unbedingt das ‚Santa Clause Village‘ besuchen, in dem bekanntlich der echte Weihnachtsmann wohnt. Außerdem haben wir hier den nördlichen Polarkreis überschritten, was bedeutet, dass es an jedem Ort der nördlicher liegt, mindestens einen Tag im Jahr gibt, an dem die Sonne nicht aufgeht. Von Rovaniemi aus haben wir uns auf den Weg in das 100-Einwohner Dorf Kilpisjärvi gemacht. Dies liegt im äußersten Nordwesten Finnlands. Hier gab es wirklich gar nichts, außer Natur und Rentiere.

Außerdem geht in Kilpisjärvi im Dezember und Januar für ca. sechs Wochen die Sonne nicht auf, sodass man für nur ca. drei Stunden am Tag ein leichtes Dämmerungslicht hat. Die Temperaturen waren eine ganz besondere Herausforderung, denn wir hatten bis zu -20 Grad.

Wir haben unter anderem eine Schneemobil Tour zu der Dreiländergrenze gemacht, an der Finnland, Schweden und Norwegen aneinandergrenzen. Dort konnte man innerhalb von 20 Sekunden in drei verschiedenen Ländern sein, was ziemlich cool war. Außerdem haben wir einen Tagesausflug nach Tromsø (Norwegen) und eine Husky-Schlitten-Tour gemacht, und waren im arktischen Ozean schwimmen.  

Der absolute Höhepunkt der Woche waren jedoch die Polarlichter die wir an einem Abend eher schwach, am anderen dafür umso stärker beobachten konnten. Normalerweise bleiben die Polarlichter nur wenige Minuten bis zu einer halben Stunde am Himmel, wir hatten jedoch das Glück, dieses Naturschauspiel für über eine Stunde beobachten zu können. Es ist sieht wirklich magisch aus, wie die grünen Lichter sich am Himmel bewegen, und von Sekunde zu Sekunde anders aussehen.

Für jeden der im Winter nach Finnland kommt, ist Lappland auf jeden Fall ein Muss! Es ist zwar kalt und dunkel, aber gleichzeitig auch unglaublich schön und beeindruckend.

Inzwischen ist mein Auslandssemester leider auch schon fast wieder vorbei, und ich genieße die letzten Tage hier in Finnland mit meinen Freunden.

Bis zum nächsten Mal,

Marie-Thérèse

 

Marie-Thérése Babin - 2. Bericht

Hallo allerseits!

Inzwischen bin ich schon seit drei Monaten in Finnland und habe mich gut eingelebt. Ich habe mich an die eher zurückhaltende, aber trotzdem extrem freundliche Art der Menschen gewöhnt. Die Finnen sind unglaublich stolz auf ihre Kultur und leben diese auch in vollsten Zügen aus. Der wohl bekannteste Bestandteil der finnischen Kultur sind die regelmäßigen Saunabesuche, auch bei kaltem Wetter. Anders als in Deutschland, duscht man sich nach dem Saunabesuch nicht nur kalt ab, sondern springt in einen der vielen Seen die Finnland zu bieten hat. Eine ähnliche finnische Tradition ist das Eisbaden, bei dem Löchern in die gefrorenen Gewässer geschnitten werden damit die Menschen im eiskalten Wasser baden können. Ich freue mich schon auf meinen Trip nach Lappland nächsten Monat, bei dem auch ich diese Erfahrung machen werde.

 

Eines der Dinge, die ich so an Finnland mag, ist die Möglichkeit Länder und Orte zu sehen, die ich sonst vielleicht eher weniger für einen Städtetrip in Erwägung gezogen hätte. In den letzten Wochen haben wir z.B. Hauptstädte der baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen besucht. Die beste und günstigste Möglichkeit die Länder zu besuchen, ist die Fähre von Helsinki nach Tallinn zu nehmen. Hier hat mir am besten die Altstadt gefallen, die aussah, als wäre sie ein Drehort für einen Mittelalterfilm. Von Tallinn aus kann man günstig einen Bus nach Riga nehmen, und von dort aus wieder einen nach Vilnius. Die Altstadt war besonders schön und ist sogar auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes. Von allen drei Städten hat mir jedoch Riga aufgrund der vielen Parks und Grünflächen am besten gefallen.

 

Im Oktober haben wir außerdem Sankt Petersburg in Russland besucht. Vor einigen Monaten hätte ich niemals gedacht, dass ich in meinem Leben mal nach Russland reisen werde. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich von der Möglichkeit erfuhr, mit der Fähre über Nacht von Finnland nach Sankt Peterburg zu fahren. Der Vorteil hieran ist, dass man visumsfrei 72 Stunden in Russland bleiben darf.

 

Glücklicherweise ermöglicht mir das finnische Bildungssystem die vielen Reisen. Anders als in Deutschland sind all meine Kurse online, sodass ich mir meine Zeit selbst einteilen kann, und die Materialien bearbeiten kann, wann ich möchte. Dadurch wird aber auch viel Selbstdisziplin gefordert. Wie ein typischer Tag dadurch bei mir aussieht, könnt ihr auf dem Instagramkanal der Grafschafter Volksbank sehen.

Bis zum nächsten Monat,

Marie-Thérèse

 

Vorstellung Marie-Thérése Babin - 1. Bericht

Hallo, ich heiße Marie-Thérèse Babin und bin 22 Jahre alt. Seit 2017 studiere ich ‘International Business Studies‘ an der Universität Paderborn und befinde mich somit im fünften Semester. Neben der Uni treffe ich mich gerne mit Freunden, ich reise, gehe zum Sport und mag es, zu fotografieren.

Ich freue mich natürlich am meisten darauf, viel von Finnland und den umliegenden Regionen zu sehen und die Möglichkeit zu haben, einen echten finnischen Winter mitzuerleben. Die Polarlichter sind nur einer der Punkte auf meiner ‘Bucket List‘, die ich hoffentlich am Ende meines Aufenthalts hier in Finnland abhaken kann. Zudem ist Finnland ja für sein gutes Bildungssystem bekannt, und ich denke, es wird interessant sein zu sehen, wie sich dieses von dem deutschen unterscheidet.

Vor Beginn meines Auslandssemesters gab es natürlich auch einige Aufgaben, die erledigt werden mussten. Eine der wichtigsten Erledigungen zur Absicherung im Ausland war das Abschließen einer Auslandskrankenversicherung. Zwar ist man durch die meisten deutschen Krankenversicherungen im EU-Ausland abgesichert, jedoch übernehmen diese nur die Kosten in Höhe der deutschen Behandlungssätze, daher ist es unverzichtbar, eine zusätzliche private Krankenversicherung abzuschließen, um später nicht auf Arztkosten sitzen zu bleiben.

Außerdem war es um Zahlungen zu tätigen notwendig, sich mit dem Thema ‘Kreditkarte‘ auseinanderzusetzen, da es hier oftmals online die einzige Zahlungsmöglichkeit ist. Ich hatte das Glück, aufgrund meiner bisherigen Auslandsaufenthalte schon gut durch die Volksbank mit einer passenden Kreditkarte ausgestattet zu sein.

Ich freue mich sehr auf die noch kommende Zeit und besonders darauf, euch in den nächsten Monaten weiter zu berichten, was ich hier so erlebe.

Eure Marie-Thérèse

Seit August lebe ich nun in Finnland, genauer gesagt in Tampere, um hier mein Auslandssemester an der Tampere University zu verbringen. Tampere liegt circa 180 km nördlich von Helsinki und ist die größte Studentenstadt Finnlands. Da ich nach dem Abi schon einige Zeit im Ausland verbracht habe und nur positiv auf meine vorherigen Auslandserfahrungen zurückblicken kann, war mir schnell klar, auch die Chance eines Auslandssemesters zu nutzen und dabei ein neues Land und eine neue Kultur kennenzulernen. Ich wohne hier in einem Studentenwohnheim mit vielen anderen Austauschstudenten aus der ganzen Welt und konnte dadurch schon Freundschaften mit Studenten aus z.B. Argentinien, Slowenien, den USA und Spanien knüpfen.