Auslandssemester

Auf Reisen mit unserem Stipendium

Auslandssemester

Hallo! Ich bin Alexander Meendermann, 25 Jahre jung und komme gebürtig aus Gildehaus. Vor fünf Semestern hat es mich nach Münster an die Fachhochschule verschlagen. Dort studiere ich Betriebswirtschaft und wohne in einer internationalen Wohngemeinschaft. In meiner Freizeit halte ich mich durch "Futsal" und dem Joggen fit, lese viele Biografien und reise sehr gerne in fremde Länder.

Seit Kurzem wohne und studiere ich in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens. Hier werde ich mich ein Semester lang aufhalten und meine Spanisch- und Englisch-Kenntnisse verbessern. Praktisch ist, dass ein Kommilitone bereits in Bogota studiert hat und mir die Universität wärmstens empfehlen konnte. Unterstützt werde ich von der Grafschafter Volksbank, von der ich ein Stipendium für das Auslandssemester erhalten habe. In den kommenden Wochen teile ich hier einige Erfahrungen "außerhalb Europas" mit.  Ich freue mich, wenn ihr mich auf meiner Reise durch Kolumbien begleitet!

Euer Alex

Wochenend-Tripps, Reise-Blog vom 18.11.2016

Während der letzten Wochenenden war ich auf vielen Kurz-Tripps, um noch möglichst viel zu sehen und mitzunehmen.

Die so genannte Kaffeezone, landestypisch auch Triángulo del Café (Kaffeedreieck) oder Eje Cafetero genannt, befindet sich im Zentrum der Andenregion etwa 200 km westlich von Bogotá im Herzen von Kolumbien. Sie bietet Natur und wunderschöne Landschaften. Das Kaffeedreieck besteht aus den drei Departamentos Caldas, Quindío und Risaralda. Relativ im Zentrum davon befindet sich Pereira, die Hauptstadt von Risaralda. Beherrscht wird diese Region von üppiger Vegetation, von den äußerst abwechslungsreichen Landschaften der Anden und einer Vielzahl von Kaffee-, als auch Bananenplantagen. Gerade deshalb bietet die Zona Cafetera eine Fülle von Möglichkeiten, einen erlebnisreichen und abseits vom Schema „F“ gelagerten Urlaub zu verbringen. Der „touristische“ Reichtum dieser Region liegt im Kennenlernen der authentischen, kolumbianischen Kultur, im Erleben der faszinierenden, unvergleichlichen Natur mit seinen vielfältigen Angeboten bis hin zu sportlichen Aktivitäten.

Ich persönlich habe diese Region mit einer organisierten Tour kennen gelernt. Der Veranstalter heißt Bogotá „Join Us“. Bei diesem Trip sind überwiegend kolumbianische und internationale Studenten mitgefahren. Die Reise wurde mit dem Bus absolviert und dauerte ca. 8 Stunden von Bogotá aus. Da wir in der Nacht gefahren sind, konnte man zwischendurch auch etwas schlafen. Als Unterkunft hatten wir eine Art Hostel mit 5-Bett Zimmern. Das besondere daran waren mehrere Jacuzzis, einen eigenen Pool, Tischtennisplatten und einen Billardtisch. Am ersten Tag haben wir ein Thermalbad besucht, welches im Freien gelegen und von einer wunderschönen Natur umgeben ist. Das Highlight an diesem Bad war für mich, dass man direkt unterhalb eines Wasserfalls schwimmen konnte. Außerdem haben wir die Stadt Armenia besichtigt, die im Vergleich zu Bogotá sehr preiswert ist. Am nächsten Tag sind wir mit Jeeps in die Berge gefahren und haben dort eine Wanderung gemacht. Die Natur war wirklich beeindruckend! Am letzten Tag haben wir eine Kaffeeplantage besichtigt, hier konnten wir selbst Kaffee pflücken, traditionelle Kleidung anprobieren und wurden zu einem Kaffee-Tasting eingeladen.:-) Es war wirklich beeindruckend, wie unterschiedlich Kaffee schmecken kann. Mit ganz viel Kaffee intus, ging es weiter zum nächsten Tripp, der Tatacoa-Wüste.

Diese befindet sich 40 km nördlich von Neiva in der Provinz Huila. Die Tatacoa-Wüste war in der Pliozän (vor 3-5 Mio. Jahren) Teil eines Meeres und wurde von gewaltigen, prähistorischen Tieren bevölkert. Heute ist sie von Gräben und Kanälen durchzogen und erinnert teilweise an eine Mondlandschaft. Im Laufe der Jahre haben Wind und Sonne tolle Formationskünste geleistet. Die Schattenspiele der Sonne, die großen Kakteen und der brausende Wind machen den Reiz der Landschaft aus.

Auch diesen Trip habe ich mit dem Reiseveranstalter „Join Us“ absolviert. In die Wüste sind wir ca. 10 Stunden mit dem Bus gefahren. Diesmal haben wir in Zelten geschlafen. Unserer Lager war eine Art Wüstenkamp, wo man mit Essen und Trinken versorgt wurde. Einer der Hauptaktivitäten waren Wüstenwanderungen über mehrere Stunden. Das war teilweise sehr anstrengend, hat sich in meinen Augen aber gelohnt, weil man ein derartiges Erlebnis nicht so schnell wieder erlebt. Besonders cool war ein Pool, der allein und mitten in der Wüste stand. Was ein Highlight!

Als nächster Ort stand Bucaramanga auf meinem Wochenendtripp-Plan. Sie ist die Hauptstadt und eine Gemeinde des Departamentos Santander in Kolumbien. Sie liegt nordöstlich von Bogotá und besitzt eine der renommiertesten technischen Universitäten der Region. Bucaramanga nennt sich La ciudad bonita de Colombia (die schöne Stadt Kolumbiens) und verfügt über eine große Anzahl an öffentlichen Parkanlagen, sowie viele Grünzonen. Bucaramanga ist mit Vororten die fünftgrößte Stadt Kolumbiens (nach Bogotá, Cali, Medellín und Barranquilla). Dort habe ich ebenfalls ein ganzes Wochenende verbringen können. Diesmal bin ich mit Freunden selbstständig gereist. Wir sind mit dem Bus von Bogotá nach Bucaramanga gefahren, dieser Trip hat ca. 8 Stunden gedauert. Die Temperatur beträgt ungefähr 25*C und ist somit um einiges wärmer als in Bogotá. Ziel der Reise war es sich von der Lautstärke und Unruhe in Bogotá zu erholen, was uns auf jeden Fall gut gelungen ist. Das Highlight der Reise war ein großer Wasserpark mit unzähligen Rutschen.

Das Semester neigt sich für mich hier in Kolumbien so langsam dem Ende. Ich habe auch schon einige Abschlussprüfungen hinter mich gebracht. Die letzten Wochen nach dem Semester werde ich eine Rundreise durch Kolumbien und noch einen kleinen Abstecher nach Panama machen.

Ihr wollt mich dabei begleiten? Schaut wieder rein und begleitet mich auf meiner Reise.

Euer Alex

"Auch in Kolumbien brauch ich Geld..", Reise-Blog vom 25.10.2016

Ein großer Teil meines Auslandsaufenthaltes ist schon fast wieder vorbei. Zwangsläufig muss man sich im Ausland natürlich auch mit dem Thema "Banking" auseinandersetzen, denn auch hier benötigt man Geld, muss Miete bezahlen, den Bustransfer nutzen und etwas essen. Zum Glück stehe ich nicht alleine vor diesen Hürden, denn auch im Ausland ist mein Berater aus Gildehaus für mich da: Per Telefon, E-Mail, WhatsApp oder für sensible Daten zum Konto den elektronischen Postkorb.

Hier in Kolumbien nutzen ich am liebsten die VR-BankingApp, um meinen Kontostand zu checken. Über das Online-Banking tätige ich Überweisungen und richte Daueraufträge, z.B. für die Miete, ein. Für das Auslandssemester habe ich mir eine Kreditkarte besorgt, weil ich nur so an fast jedem Geldautomaten weltweit kostenlos Geld abheben kann. Wusstet ihr, dass junge Leute diese bei der Grafschafter Volksbank kostenlos bekommen können?

Mit meinem Konto bin ich startklar für die nächsten Wochenend-Tripps. Schaut bald wieder rein, ich freu mich auf euch.

Euer Alex

 

Mein Kolumbien-Highlight, Reise-Blog vom 10.10.2016

Mein persönliches Highlight ist der Ausflug nach Cartagena! Cartagena ist eine der größeren Städte Kolumbiens und liegt direkt an der schönen Karibikküste im Norden des Landes. Zum Landesinneren hin wird sie von einer eindrucksvollen Bergkette geschützt. Mit seinen ca. 1 Millionen Einwohnern ist Cartagena die Hauptstadt des Departamentos Bolívar.

Direkt am Freitag ging es bereits um 6 Uhr in der Früh mit "Uber", einer Art Taxi, zum Flughafen. Dieses etwas andere Taxi kann bequem über eine App bestellt werden und ist in der Regel deutlich günstiger. Nach einem kurzen Flug erreichten wir unsere Unterkunft im typischen Backpacker-Hotel. Dort erwartete uns für wenig Geld tatsächlich etwas Luxus: Ein hoteleigener Pool mit Bar und Tischtennisplatte. Volltreffer!

Am zweiten Tag stand eine Fahrt zum bekanntesten Strand Cartagenas, dem Playa Blanaca, auf dem Plan. Mit der großen Gruppe verbrachten wir den ganzen Tag am Strand. Ein toller Tag, an dem wir viele interessante Personen verschiedenster Kulturen kennengelernt haben.

Sagt euch die Festung "Castillo de San Felipe de Barajas" etwas? Die größte Festung, welche jemals von den Spaniern errichtet wurde, war unser Reiseziel für Sonntag. Noch immer dominiert sie das Stadtbild Cartagenas. Sie wurde schon im Jahr 1657 errichtet und konnte trotz zahlreicher Versuche nie eingenommen werden. Die Festung ist mit einem komplizierten und ausgeklügelten Tunnelsystem ausgestattet, um an Proviant zu gelangen und im Notfall deren Bewohner evakuieren zu können.

Und auch in der Cartagena wird "gefietst". Am letzten Tag unseres Kurztripps, haben wir die Stadt mit dem Fahrrad erkundet. Der erste Stopp war ein gigantisches Einkaufszentrum mit vielen, verschiendenen Läden und Snack-Bars. Nach einer kurzen Stärkung ging es auf eine kleine Shoppingtour mit Abschluss in der wunderschönen, malerischen Altstadt Cartagenas.

Wenn auch ihr einmal nach Kolumbien fliegt, empfehle ich unbedingt eine Reise nach Cartagena. Auch wenn es nur für ein paar Tage ist, die Reise ist es allemal wert!

Euer Alex

Die ersten Wochen, Reise-Blog vom 24.09.2016

Was mir als erstes als Mitteleuropäer in Bogotá aufgefallen ist? Die chaotische Verkehrssituation! Nachdem ich den Flughafen verlasse habe, fand ich glücklicherweise schnell ein Taxi, welches mich zu meinem Appartement fuhr. Dank des Berufsverkehrs hat die Fahrt jedoch sehr lange gedauert. Das größte Problem ist, dass Bogotá, eine Metropole mit ca. 8 Millionen Einwohner, weder eine U-Bahn noch eine Straßenbahn besitzt. Das Schienennetz für den Zug ist nur sehr dürftig ausgebaut und fährt auch nur sehr selten. Es wurde schon öfters über einen Ausbau bzw. Neubau eines Schienennetzes gesprochen, aber die Pläne wurden immer wieder auf Eis gelegt.

Zur Universität komme ich morgens mit dem Bus oder werde privat von der autofahrenden Bevölkerung mitgenommen. Der Bus ist relativ günstig, umgerechnet zahlt man für eine Strecke ca. 1,00 €, je nach Tageszeit ist der Bus aber sehr voll. Wenn man privat mitgenommen werden möchte, läuft die Anfrage meistens über WhatsApp. Auch diese Fahrt ist nicht kostenlos, jedoch sehr günstig. Von meinem Appartement bis zur Universität benötige ich bis zu 60 Minuten.

Ich studiere an der "Universidad de La Sabana" in Chia, diese Stadt liegt nördlich von Bogotá. Es handelt sich um eine private Bildungseinrichtung. Meine Universität in Münster hält eine gute funktionierende Partnerschaft zu der Universität in Kolumbien, sodass ich nur den Semesterbeitrag zahle. Besonders gut gefällt mir am Studium der Spanisch Unterricht, da wir nur 5 Leute sind und so gezielt arbeiten können. Hierbei handelt es sich um einen Anfängerkurs, der zuerst die Grundlagen vermitteln soll. Er ist zudem interkulturell, bestehend aus zwei Europäern, zwei Asiaten und einem Nordamerikaner. Neben grammatikalischen Grundlagen achten die Lehrer sehr darauf, dass wir viel Spanisch sprechen. Alle anderen Kurse sind alle auf Englisch und haben einen betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Im Gegensatz zu deutschen Unis werden hier pro Semester drei Prüfungen geschrieben. Das bedeutet, dass man bereits am Anfang des Semesters eine Menge Arbeit, aber dafür gegen Ende weniger Stress hat.

Neben dem Unterricht bietet La Sabana auch etliche Freizeitaktivitäten. Ich persönlich habe mich für die Fußballmannschaft der Universität entschieden. Meistens trainieren wir einmal wöchentlich und samstags steht ein Spiel gegen eine andere Uni auf dem Programm. Auf dem Gelände gibt es auch zahlreiche gastronomische Angebote, von Pizza bis zur traditionellen, einheimischen Kost kann man hier alles bekommen.

Mitte Oktober steht für mich ein ganz besonderes Highlight an: Die Reise nach Cartagena, einer wunderschönen Stadt an der Karibikküste. Auf diese Reise freue ich mich ganz besonders. Wollt ihr auch mit dabei sein? Schaut ab dem 10. Oktober rein. Ich freue mich auf euch!

Euer Alex


Kann ich mich auch für ein Stipendium bewerben?

In jedem Jahr erhält ein Student ein Auslandsstipendium von uns. Der Ausschreibungszeitraum wird rechtzeitig bekannt gegeben.  

Muss das Stipendium zurück gezahlt werden?

Nein, das Auslandsstipendium wird komplett von der Grafschafter Volksbank übernommen und muss nicht zurück gezahlt werden.

Wo findet das Auslandssemester statt?

Es gibt keine Einschränkungen bezüglich des Ziellandes, der Zieluniversität- oder -fachhochschule.

Darf man zusätzlich zum Stipendium andere Beihilfen beziehen?

Ja, unser Auslandsstipendium darf gerne zusätzlich zu anderen Beihilfen, wie zum Beispiel BaFög, genutzt werden.