Auslandssemester

Auf Reisen mit unserem Stipendium

Auslandsstipendium

Hallo, ich bin Johanna Langenhoff, 22 Jahre alt, und in Nordhorn aufgewachsen. 2013 habe ich angefangen Sonderpädagogik an der Leibniz Uni in Hannover zu studieren, inzwischen mache ich den Master auf Lehramt. In Hannover wohne ich in einer gemütlichen WG mit einer Kommilitonin. In der Freizeit jogge ich, gehe zum Uni Sport und koche mit Freunden oder wir gehen auf Konzerte. Um meine Familie und Freunde in Nordhorn und anderen Städten zu besuchen, bin ich an den Wochenenden oft unterwegs. Ich freue mich, euch hier weiterhin zu berichten, was ich erlebe.

Eure Johanna

Wo mache ich mein Auslandssemester?

Ab Januar werde ich für ein halbes Jahr nach Kanada gehen. Dort mache ich ein Auslandssemester am King’s University College in London, südlich von Toronto. Das King’s College ist eine Partneruni, an der ich Seminare in „Disabilty Studies“ belege. Ich habe Lust, nochmal eine andere Uni kennenzulernen und zu schauen, wie in Kanada über Unterricht mit Kindern mit Behinderung und Inklusion gesprochen wird. Ich hoffe natürlich auch, dass sich meine Sprachkenntnisse verbessern und ich viel über Land und Leute erfahre.

Die Idee für ein Auslandssemester hatte ich, als ich 2016 für ein dreimonatiges Praktikum an einer Grundschule in Schweden war. Zu der Zeit habe ich mit vielen internationalen Studierenden in einem Studentenwohnheim gelebt. Sie haben mir viel von ihren Erfahrungen an einer „fremden Uni“ erzählt. Wir haben viel zusammen unternommen und es war schade, nicht selbst als Studentin länger in Schweden bleiben zu können.

Kanada reizt mich vor allem wegen der unglaublichen Natur und weil mir ständig erzählt wird, wie offen und nett die Menschen sind. Ich bin froh, dass mich die Grafschafter Volksbank mit einem Stipendium bei meinem Vorhaben unterstützt und freue mich auf die kommende Zeit.

Eure Johanna

Wie ist die Ankunft verlaufen?
Auslandsstipendium der Grafschafter Volksbank

Hallo zusammen, hier kommt meine erste Nachricht aus Kanada. Nun bin ich seit 2 Wochen hier und habe mich nach einem kurzen Kälteschock - bei meiner Ankunft waren es -20°C - schon eingelebt.

Der Abschied von Freunden und Familie fiel natürlich nicht leicht, aber die Leute in London, wo ich nun lebe, haben mich super herzlich empfangen. An meiner Uni, dem „King’s University College“, bin ich zusammen mit ungefähr 30 anderen internationalen Studierenden mit Frühstück und Kaffee begrüßt worden, wir haben viel über die Uni und London erfahren und hatten Zeit uns kennenzulernen.

Das King‘s ist mit ca. 3500 Studierenden eine kleine Uni und wir Internationals und die Erstsemester leben auf dem Campus. Das ist praktisch, denn so trifft man sich ständig, isst zusammen in der Cafeteria (wo es von Pasta über Sushi bis Burger alles gibt) oder verabredet sich fürs kostenlose Fitnessstudio. Derzeit bin ich die einzige europäische Studentin, die in diesem Semester am King’s angefangen hat. Viel unternehme ich mit einigen Leuten aus Indien, Brasilien und Korea.

Es ist echt interessant, in diese College Welt einzutauchen: Ich teile mir ein Zimmer mit einer Mitbewohnerin, es werden total oft Events veranstaltet wie ein Ausflug zum Skifahren, Modenschauen oder Movie Nights mit Pizza für alle. Gestern zum Beispiel wurden wir alle von einem der typischen gelben Schulbusse in einen Club gefahren und nachts auch wieder abgeholt.

Insgesamt muss ich mich hier um viel weniger kümmern, als in Hannover: Alle – von meinen Professorinnen in den Seminaren, bis zu den Verantwortlichen für die Residence, in der ich wohne - sind total serviceorientiert. Gewöhnungsbedürftig war es allerdings schon, dass ich nicht einmal mehr mein Zimmer putzen muss. Theoretisch muss ich auch nicht einkaufen oder kochen, denn alle Studierenden zahlen einen Festpreis und bekommen eine Karte, mit der sie in der Cafeteria essen gehen. Manchmal habe ich das Gefühl, in einem Internat oder auf Klassenfahrt zu sein, aber im Grunde ist es super, um Kontakte zu knüpfen, Freundschaften zu schließen und kein Heimweh zu bekommen.

London wird geprägt durch die große „University of Western Ontario“, die mit dem King’s kooperiert. Der Campus liegt in direkter Nähe und ist unüberschaubar. King’s Studierende dürfen alle Einrichtungen dort nutzen, etwa die Büchereien, Sportmöglichkeiten und Ärzte. Es gibt auch noch weitere Colleges, die zur Western gehören, sodass man das Gefühl hat, ganz London besteht aus jungen Leuten. Überall in der Stadt ist das lila Logo der Hockeymannschaft „Western Mustangs“ der Uni zu sehen und man kann Rucksäcke, Schlafanzüge, Pullis, Tassen und tausend Dinge im jeweiligen College-Look kaufen. Mich erinnert das alles sehr an das, was man in den typischen amerikanischen Filmen sieht. :-)

Die Umgebung hier gibt schon einen Vorgeschmack auf Kanadas tolle Natur: Direkt hinter der Uni strömen einzelne Eisschollen die wilde „Thames“ hinunter. Auf dem Foto unten könnt ihr sie sehen.

Ich bin schon neugierig auf meine bevorstehenden Reisen in die Nationalparks, freue mich aber auch, erstmal mit den Leuten Zeit hier zu verbringen und zu meinen Kursen zu gehen.

Viele Grüße
Eure Johanna

Auslandsstipendium der Grafschafter Volksbank

Ihr habt noch Fragen? Wir die Antworten!

Kann ich mich auch für ein Stipendium bewerben?

In jedem Jahr erhält ein Student ein Auslandsstipendium von uns. Der Ausschreibungszeitraum wird rechtzeitig bekannt gegeben.  

Muss das Stipendium zurück gezahlt werden?

Nein, das Auslandsstipendium wird komplett von der Grafschafter Volksbank übernommen und muss nicht zurück gezahlt werden.

Wo findet das Auslandssemester statt?

Es gibt keine Einschränkungen bezüglich des Ziellandes, der Zieluniversität- oder -fachhochschule.

Darf man zusätzlich zum Stipendium andere Beihilfen beziehen?

Ja, unser Auslandsstipendium darf gerne zusätzlich zu anderen Beihilfen, wie zum Beispiel BaFög, genutzt werden.