2.000 Euro für Hinweisschilder an der Gildehauser Ostmühle

Grafschafter Volksbank stellte Mittel aus Reinerträgen des Gewinnsparens zur Verfügung

Gildehaus. Die Grafschafter Volksbank überreichte vor Kurzem eine Zuwendung in Höhe von 2.000 Euro an den Gildehauser Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV). Mit dem Geld unterstützte die Bank die Produktion von aussagekräftigen Hinweistafeln an der Gildehauser Ostmühle. Für die Grafschafter Volksbank übergaben Jürgen Brameier, Leiter Filialgeschäft, und Geschäftsstellenleiter Thomas Hiddemann einen symbolischen Scheck an den VVV. Zahlreiche ehrenamtliche Müller ließen es sich nicht nehmen, den Fototermin vor dem beliebten Ausflugsziel auf dem Gildehauser Mühlenberg ebenfalls wahrzunehmen.

Vor der Ostmühle und im Inneren sind jetzt mehrere Hinweistafeln mit vielen interessanten Informationen und Bildern zur Historie und Technik der Mühle aufgestellt. Die vielen Besucher können sich damit ausführlich über das Gildehauser Wahrzeichen informieren. "Die Mühle, die 1748 Graf Friedrich Karl zu Bentheim in Auftrag gegeben hatte, weist eine interessante Geschichte auf", erläuterte Toine Zwitserlood, der sich als Freizeitmüller intensiv in die Materie eingearbeitet hat. Der Niederländer hat auch einen Großteil der Texte verfasst, die im Inneren der Mühle über die Geschichte und die Technik verschiedener Mühlenarten berichten. Auf der großen Tafel vor dem Eingang der Ostmühle sind die Öffnungszeiten und Ansprechpartner für Führungen außerhalb des normalen Betriebs nachzulesen.

Besonders die Zeit um 1935 ist für Toine Zwitserlood sehr spannend. „Damals befand sich hier eine hochmoderne Mühle, die auf dem Stand der Technik ganz weit vorne war“, berichtete der Hobbymüller. Als Antrieb wurde eine Technik des bekannten Konstrukteurs Kurt Bilau eingebaut. „Da wurde für die Flügel Aluminium verwendet, das auch in der Flugzeugtechnik verbaut wurde“, weiß Zwitserlood. Bilau gilt als ein früher Pionier in der Windenergienutzung. Auf den Hinweistafeln werden unter anderem auch die Zeiten um 1800, zwischen 1935 bis 1937 und die heutige Mühlentechnik beleuchtet.

Je nach Wetterlage ist die "Mühlensaison" von Anfang April bis Anfang oder Mitte Oktober. Die Ostmühle ist dann immer sonnabends und am ersten Sonntag des Monats von 14 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. Zehn ehrenamtliche Müller halten die Mühle mit viel Engagement und Herzblut am Laufen. „Wenn eine Mühle still steht, geht sie nach und nach kaputt und verrottet“, so Toine Zwitserlood.

"Vor rund zwei Jahren haben wir im Vorstand darüber gesprochen, unsere Mühle mit neuen Hinweistafeln auszustatten“, berichtete Helmut Scholle, Vorsitzender des Gildehauser Verkehrs- und Verschönerungsvereins. Der VVV hat vor 30 Jahren einen Vertrag mit dem Landkreis als Eigentümer der Mühle geschlossen, in dem er sich verpflichtet, die Mühle mit ehrenamtlichen Kräften zu betreiben. Seitdem drehen sich die großen Flügel wieder regelmäßig. Um das Projekt der Hinweisschilder zu verwirklichen, waren die Hobbymüller auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Grafschafter Volksbank und der Heimatverein Grafschaft Bentheim übernahmen als Sponsoren die Kosten von insgesamt rund 4.500 Euro. Außerdem brachten die Hobbymüller sich mit viel Eigenleistung in Form von Arbeitsstunden ein.