9.000 Euro für Restaurierung des Gildehauser Kirchturmbrunnens

Grafschafter Volksbank und VR-Stiftung fördern Wiederherstellung des historischen Brunnens in alter Form

Gildehaus. Der VVV Gildehaus und Umgebung von 1898 e.V. erhielt am Freitag vergangener Woche eine Zuwendung in Höhe von 9.000 Euro aus den Mitteln der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Grafschafter Volksbank. Jürgen Timmermann, Vorstand der Grafschafter Volksbank, und Thomas Hiddemann, Geschäftsstellenleiter Gildehaus, überreichten diese Fördermittel am historischen Brunnen direkt am Kirchturm der evangelisch- reformierten Kirche. Nach fast zehn Jahren Vorlaufzeit ist es dem VVV Gildehaus gelungen, den Brunnen zu rekonstruieren. Der Brunnen steht der Öffentlichkeit, vor allem den vielen Touristen, jetzt in Kürze wieder zur Ansicht zur Verfügung. Die offizielle Eröffnung des Brunnens ist für Sonntag, 29. Mai, um 11.15 Uhr geplant.

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Gildehaus hat sich erstmals 2008 mit dem Gildehauser Kirchturmbrunnen befasst und seinerzeit beschlossen, den in den 1950er Jahren zugedeckten Brunnen wieder in alter Form herzustellen. Um die vorherige Jahrhundertwende hatten sich die „Bergbewohner“ zusammengetan, um auf der Höhe vor dem Kirchturm einen Brunnen zu bauen bzw. zu graben. Damals gab es noch keine zentrale Wasserleitung. Man musste das Wasser aus Brunnen unterhalb des Berges nach oben schleppen. Der Brunnen ist in etwa 1901 in Betrieb genommen worden. Sowohl die „Eigentümer“ als auch die „Heuerleute“ mussten dann jeweils eine jährliche Benutzungsgebühr entrichten, die unterschiedlich hoch war.
Der Brunnen war ursprünglich 24 Meter tief und hat heute noch eine Tiefe von 16 Metern. Nach der Aufgabe des Brunnens erfolgte zunächst eine Abdeckung durch Holzbohlen, danach wurde die Fläche mit einer sehr dicken Betonplatte abgedeckt.
Wie Helmut Scholle, Vorsitzender des VVV Gildehaus erläuterte, "hat sich der VVV nach 2008 bemüht, den Kirchturmbrunnen, die „Toarnpütte“ in das Förderungsprogramm der Dorferneuerung zu bekommen. Im Jahr 2013 kam dann die Nachricht des Amtes für Regionale Landesplanung, dass das Brunnen-Projekt förderungswürdig sei und in das Dorferneuerungs-Programm aufgenommen werde."  
"Nun ging es daran, die Finanzierung zusammen zu bekommen", berichtete der VVV-Vorsitzende. Die Kosten dafür sollten möglichst niedrig gehalten werden. "Wir hatten das Glück, dass eine örtliche Baufirma mit vielen ehrenamtlichen Helfern das Projekt bewerkstelligte", so Helmut Scholle weiter. Nach Auskunft von VVV-Schatzmeister Wilfried Musekamp betrug die Bezuschussung durch das Dorferneuerungsprogramm rund 50 Prozent. "Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat dann dazu beitragen, dass die Restfinanzierung für die Stadt Bad Bentheim zusammen kam", sagte Scholle. Mit der 9.000 Euro-Zuwendung der Grafschafter Volksbank und der VR-Stiftung sei das zum größten Teil gelungen.
Der VVV Gildehaus zeigte sich sehr erfreut, der Öffentlichkeit nach fast zehn Jahren den rekonstruierten Brunnen wieder zugänglich machen und präsentieren zu können. Der Brunnen ist mit einer Innenbeleuchtung versehen, und somit kann auch der alte Brunnenrand wieder voll in Augenschein genommen werden.
Jürgen Timmermann, Vorstand der Grafschafter Volksbank, bekräftigte die Unterstützung durch die Volksbank und die VR-Stiftung: "Der Förderung unserer Mitglieder, der Menschen in der Grafschaft Bentheim und der Region sind wir verpflichtet. Wir engagieren uns aktiv für kulturelle und soziale Projekte und Maßnahmen, weil wir in besonderer Weise mit den Menschen vor Ort verbunden sind", erläuterte er.