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Das Team Freie Berufe und Institutionen (von links): Markus Werner, Verena Bloemen, Gisa Brink, Teamleiter Daniel Sandfort, B

Infrastruktur. Menschen. Zukunft.

30 Jahre Freie Berufe und Institutionen – gemeinsam Wandel gestalten.

Unser Bereich Freie Berufe & Institute hat einen Namen, der neugierig macht. Intern nennen wir ihn kurz FBI. Und ja – diese drei Buchstaben lassen viele zuerst an amerikanische Ermittler mit Trenchcoats und Sonnenbrillen denken. Bei der Grafschafter Volksbank sieht das anders aus. Die Menschen, die hier im FBI arbeiten, tragen keine Dienstmarken, sondern Verantwortung: für Freiberufler, Institutionen und für die Region.

Vom Anfang bis heute –

wie sich das FBI entwickelt hat

Als das Team 1996 unter der Regie von Gerrit Knoop gegründet wurde, war es noch ein kleiner, wenig bekannter Teil des Bereichs „Euregio Invest - Zentrum für Anlageund Vermögensberatung” in der Raiffeisen- und Volksbank Nordhorn. „Damals wusste eigentlich niemand so genau, was das FBI macht“, erinnert sich Jörg Scholten, Bereichsleiter FBI und Privatkunden. Zum Team gehörten drei Berater, verstreute Schreibtische und ein klarer Auftrag: Menschen in freien Berufen in allen privaten Lebenslagen begleiten.

Mit der Zeit wuchs die Bedeutung des Bereichs, die Themen wurden größer, die Verantwortung auch. „Da haben wir uns freigeschwommen“, kommentiert Scholten rückblickend. Das FBI wurde ein eigenständiger Bereich mit klaren Strukturen und einem wachsenden Aufgabenfeld.

Mit den Fusionen 2004 mit der Volksbank Niedergrafschaft Emlichheim-Veldhausen und 2007 mit der Volksbank Obergrafschaft begann eine neue Phase. „Einen Bereich speziell für Freiberufler gab es dort vorher nicht“, sagt Scholten. Gleichzeitig entwickelte das FBI die Beratung für institutionelle Kunden aus dem Kommunal-, Sozial- und Gesundheitswesen immer weiter.

Ein wichtiger Schritt war der Umzug in den NINO Hochbau Ende 2010. Das Gebäude, früher Produktionsstandort der Textilindustrie, wurde zu einem modernen Wirtschaftskompetenzzentrum. Ein Ort, an dem regionale Entwicklung sichtbar wird. „Wir waren plötzlich dort, wo die Fäden zusammenlaufen“, sagt Daniel Sandfort, Teamleiter FBI.

Heute – was das FBI ausmacht

Jörg Scholten nennt den Bereich heute den „Infrastrukturfinanzierer der Region“. „Wir finanzieren das, was jeder Mensch sofort spürt: öffentliche Verkehrsmittel, Gesundheitsversorgung, Kliniken, Pflege und kommunale Infrastruktur wie Straßen und Laternen – und sogar Breitband.“ Gerade Breitband sei ein gutes Beispiel: „Viele Banken finanzieren solche Projekte nicht, weil es keinen klassischen Gegenwert gibt wie bei einer Immobilie. Für uns ist das Teil unserer Expertise und Verantwortung.“

Doch das FBI ist mehr als ein Finanzierer. Es ist ein Bereich, der Menschen über Jahrzehnte begleitet. „Wir haben mit so vielen Menschen gearbeitet, so viele Lebenswege begleitet“, sagt Daniel Sandfort. „Wir bekommen alles mit: die schönsten Momente, aber auch die größten Schicksalsschläge.“ Diese Nähe prägt die Arbeit – fachlich wie menschlich.

Gleichzeitig bleibt die Haltung klar: „Wir bauen Nähe auf, aber wir bleiben professionell. Es geht nicht darum, irgendetwas irgendwie möglich zu machen. Es geht darum, die beste Lösung zu finden.“

Einen wichtigen Teil der Arbeit hebt Jörg Scholten besonders hervor: „Wir denken nicht in Produkten, sondern in Lebensphasen.“ Freiberufler werden oft schon im Studium begleitet – während der Praxisgründung, über die Weiterentwicklung, die Übergabe und bis zum Ruhestand. „Praxiskäufe kann jeder finanzieren. Aber wir denken weiter: Was bedeutet das für die Versorgung? Für die Region? Für die nächsten 20 Jahre?“

  • Kollegin FBI
  • Blick von oben
  • Team
  • Team

Regionale Verwurzelung – Identität und Perspektive

Die Verbundenheit mit der Region fühlt man im gesamten Team. Viele der Kolleginnen und Kollegen engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen, Initiativen oder kommunalen Gremien. „Wir kennen die Region nicht nur beruflich“, sagt Scholten. „Wir leben hier. Unsere Kinder gehen hier zur Schule, wir machen hier Sport oder engagieren uns kulturell.“

Die Grafschaft ist für viele im Team ein idealer Lebensraum: kurze Wege, gute Kinderbetreuung, Familie vor Ort, vieles mit dem Rad erreichbar. Dieses Wissen überträgt sich auch auf die Arbeit, weil man versteht, was die Region braucht, was sie bewegt und was sie stärkt.

Die Kenntnis über die Region ist für das FBI ein Erfolgsfaktor. „Wir wissen, was hier passiert“, so Scholten. „Welche Investitionen anstehen, welche Entwicklungen Gemeinden bewegen, wo Chancen entstehen. Aber eben auch die kleinen Dinge. Wann welche Praxis im Urlaub ist zum Beispiel.“

Hinzu kommt eine große Interessenüberschneidung mit den Kundinnen und Kunden: „Wir wollen unsere Region fördern. Wir wollen, dass Unternehmen stark sind, dass Freiberufler vorankommen und dass Wertschöpfung hier vor Ort bleibt“, sagt Scholten. Dazu gehört auch, lokale Netzwerke zu stärken, Plattformen zu bieten und Partner miteinander zu verbinden.

Gemeinsamer Wandel

„Die Region ist flexibel, leistungsfähig und politisch stabil“, sagt Jörg Scholten. „Das spüren wir in unserer täglichen Arbeit.“ Gute Voraussetzungen allein reichen jedoch nicht. Denn die Anforderungen an Versorgung und Infrastruktur steigen. Die Grafschaft verändert sich: Zuzug, Fachkräftebedarf, Digitalisierung, neue Mobilität und steigende Anforderungen an soziale und medizinische Versorgung.

Gleichzeitig bleiben Infrastrukturthemen dauerhaft relevant: Investitionen in Energie, Netze, Mobilität, kommunale Einrichtungen und soziale Träger. Viele dieser Projekte benötigen individuelle Lösungen – oft auch für Investitionsgüter, die keine klassischen Sicherheiten bieten.

„Wir müssen die Versorgung sichern – medizinisch, infrastrukturell, sozial. Das wird die große Aufgabe der nächsten Jahre sein“, sagt Daniel Sandfort. „Genau dafür brauchen viele Einrichtungen ihre regionale Bank“, ergänzt Jörg Scholten. „Sie brauchen unsere Begleitung.“

„Die Beratungsintensität wird steigen“, erklärt Sandfort. „Die Kunst wird sein, dem gerecht zu werden. Aber das Potenzial ist riesig.“ Wandel und Stabilität seien kein Widerspruch: „Wir müssen mutig bleiben und gleichzeitig verlässlich“, so Sandfort. „Genau das macht regionale Verantwortung aus.“

Im Mittelpunkt stehen immer die Menschen.

Am Ende geht es im FBI um Menschen, die Verantwortung tragen – für ihre Patienten, Mandanten, Mitarbeitenden oder für ganze Gemeinden. Und um ein Team, das sie dabei unterstützt. Mit Fachlichkeit, mit Erfahrung und mit einer Haltung, die seit 30 Jahren trägt: Nähe zulassen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Wandel gestalten.